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Kinderrechte

Kinderrechte – stärken, sichern, umsetzen

Kinderrechte sind sehr wichtig, denn Kinder sind eigene Persönlichkeiten. Die UN-Kinderrechtskonvention hat diese Rechte übergreifend für viele Länder dieser Welt maßgeblich formuliert. Sie sind vor dem Hintergrund dieser Vielfalt an Kulturen zu verstehen. Hier finden Sie mehr Informationen zur Kinderrechtskonvention der UN.

Das Bundesfamilienministerium hat dazu eine ebenfalls Materialien herausgegeben, in der auch nachzulesen ist, wie Deutschland Kinderrechte schon umsetzt. Zur Broschüre „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte wurde mit der systematischen und regelmäßigen Beobachtung, ob und wie Menschenrechte verwirklicht werden, beauftragt. Monitoring ist ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzungsverpflichtung von Menschenrechtsverträgen und somit auch der UN-Kinderrechtskonvention.

Kinder sind schon heute Träger von Grundrechten in unserem Grundgesetz. Kinder sind Menschen und haben selbstverständlich Anspruch auf den Schutz des Staats und die Gewährleistung der Grundrechte (z. B. Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit, körperliche Unversehrtheit, Meinungsfreiheit).

Durch eine Verfassungsänderung können jedoch die Besonderheiten im Aufwachsen von Kindern stärker in den Blick genommen werden und Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihrem Heranreifen gestärkt werden.

Staatsministerin Müller: „Kinderrechte müssen in das Grundgesetz aufgenommen werden. Darin sehe ich ein wichtiges Signal an Politik und Gesellschaft, junge Menschen ihrem Alter entsprechend zu beteiligen und zu fördern. Es ist unsere Verantwortung, Kinder und junge Menschen in ihrem Hineinwachsen in die Gesellschaft – und damit auch in unsere Demokratie – zu stärken. Mit der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz bekommen die Interessen und Sichtweisen junger Menschen auch mehr Aufmerksamkeit und Gewicht.“

Viele Gesetze in Deutschland, z. B.

  • das Bürgerliche Gesetzbuch (Grundsatz der gewaltfreien Erziehung; Berücksichtigung der Meinung des Kindes entsprechend seinem Alter)
  • das Gesetz über Verfahren in Familiensachen (Kinder sind speziell in den Blick zu nehmen und zu beteiligen)
  • das Achte Buch Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe (zentrale Basis für vielfältige Unterstützung einer guten Entwicklung und Schutz von Kindern)
  • das Strafgesetzbuch (durch Strafandrohung Schutz vor Gewalt, Beleidigung, Körperverletzung usw.)

dienen dem Schutz, der Beteiligung und den Rechten von Kindern.

In der Bayerischen Verfassung sind Kinder ganz besonders erwähnt:

Art. 125 Abs. 1 der Bayerischen Verfassung sagt beispielsweise: Kinder sind das köstlichste Gut eines Volkes. Sie haben Anspruch auf Entwicklung zu selbstbestimmungsfähigen und verantwortungsfähigen Persönlichkeiten.

Art. 126 bestimmt in Abs. 3: Kinder und Jugendliche sind durch staatliche und gemeindliche Maßnahmen und Einrichtungen gegen Ausbeutung sowie gegen sittliche, geistige und körperliche Verwahrlosung und gegen Misshandlung zu schützen. (..)

Der Freistaat Bayern trägt dazu bei, die Rechte von Kindern zu sichern. Beispiele hierfür sind:

  • In Bildungsleitlinien für die Kindertageseinrichtungen wird beispielsweise die altersentsprechende Beteiligung konkretisiert.
  • Junge Menschen können sich in der Jugendverbandsarbeit unmittelbar einbringen. Die Programme und Projekte der Jugendarbeit insgesamt sind auf ein gutes Aufwachsen und die Beteiligung von Kindern ausgerichtet.
  • Durch den Landesheimrat haben Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen ein eigenes Sprachrohr und die Möglichkeit zur Mitgestaltung.
  • Der Schutz von Kindern hat einen hohen Stellenwert. Eine Zusammenfassung aller Maßnahmen beinhaltet das Gesamtkonzept Kinderschutz.