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Studiengänge Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik

Wer in Bayern Soziale Arbeit oder Kindheitspädagogik studieren möchte, hat eine große Auswahl an Hochschulen.

Zahlreiche Hochschulen in Bayern bieten die Studiengänge an

Von zahlreichen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen) werden Studiengänge der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik angeboten. Die Studiengänge der Sozialen Arbeit qualifizieren für den reglementierten Beruf der „Staatlich anerkannten Sozialpädagogin“ oder des „Staatlich anerkannten Sozialpädagogen“ und berechtigen zur Führung dieser Berufsbezeichnung. Studiengänge (mit unterschiedlichen Bezeichnungen) im Bereich der Kindheitspädagogik qualifizieren für den reglementierten Beruf der „Staatlich anerkannten Kindheitspädagogin“ oder des „Staatlich anerkannten Kindheitspädagogen“ und berechtigen zur Führung dieser Berufsbezeichnung.

Für die hochschulrechtliche Genehmigung eines der oben genannten Studiengänge ist das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zuständig. Die Prüfung der berufsrechtlichen Fragen obliegt dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Rechtsgrundlage hierfür ist das Bayerische Sozial- und Kindheitspädagogengesetz (BaySozKiPädG) vom 24.07.2013.

Soziale Arbeit

Ein Bachelorstudiengang qualifiziert unter den in Art. 1 Abs. 2 BaySozKiPädG genannten Voraussetzungen für die Tätigkeit als Sozialpädagogin bzw. Sozialpädagoge. Zum Gesetzestext: BaySozKiPädG, Artikel 1.

Der Bachelorstudiengang muss die für die Tätigkeit notwendigen Kompetenzen vermitteln, insbesondere Wissen und Verständnis der allgemeinen wissenschaftlichen Grundlagen und Methoden der Sozialen Arbeit sowie ausgewiesene Kenntnisse der geltenden Grundlagen, vor allem den für die Soziale Arbeit bedeutsamen deutschen Rechtsgebieten mit Vertiefung auf Landesebene sowie Kenntnisse für die Verwaltung.

Die Regelstudienzeit muss mindestens sieben Semester umfassen (Art. 1 Abs. 2 Satz 1 Ziffer 5 BaySozKiPädG). Außerdem muss es ein eingegliedertes angeleitetes praktisches Studiensemester beinhalten, das an einer von der Hochschule anerkannten, fachlich ausgewiesenen Einrichtung der Sozialen Arbeit absolviert wird. Der Umfang muss mindestens 100 Tage betragen.

Auf Antrag der den Studiengang anbietenden Hochschule wird durch Allgemeinverfügung festgestellt, ob ein Studiengang die Voraussetzungen nach Art. 1 Abs. 2 Satz 1 BaySozKiPädG erfüllt (Art. 1 Abs. 2 Satz 2 BaySozKiPädG).

Die Feststellung trifft das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (§ 1 Ausführungsverordnung zum Bayerischen Sozial- und Kindheitspädagogengesetz (AVBaySozKiPädG, in Kraft ab 01.03.2015).

Diese Studiengänge wurden geprüft und erfüllen die Voraussetzungen nach Art. 1 Abs. 2 Satz 2 BaySozKiPädG oder werden derzeit überprüft:

Kindheitspädagogik

Ein Bachelorstudiengang qualifiziert unter den in Art. 2 Abs. 2 BaySozKiPädG genannten Voraussetzungen für die Tätigkeit als Kindheitspädagogin bzw. Kindheitspädagoge. Zum Gesetzestext: BaySozKiPädG, Artikel 2.

Der Bachelorstudiengang muss die für die Tätigkeit notwendigen Kompetenzen vermitteln, insbesondere vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten zur Umsetzung der im ersten Abschnitt der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes zugrunde gelegten Bildungs- und Erziehungsziele.

Die Regelstudienzeit muss mindestens sieben Semester umfassen (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 Ziffer 3 BaySozKiPädG).

Auf Antrag der den Studiengang anbietenden Hochschule wird durch Allgemeinverfügung festgestellt, ob ein Studiengang die Voraussetzungen nach Abs. 2 Satz 1 BaySozKiPädG erfüllt (Art. 2 Abs. 2 Satz 2 BaySozKiPädG).

Die Feststellung trifft das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (§ 1 AVBaySozKiPädG). Zur Verordnung: AVBaySozKiPädG.